Botschafter Taiwans besucht das Alte Land – Tor nach Fernost weit aufgestoßen

09.05.2017

Nach dem Besuch des Botschafters von Taiwan, Prof. Dr. Jhy-Wey Shieh, am 5. und 6. Mai im
Alten Land, zieht der Bundestagsabgeordnete Oliver Grundmann ein rundum positives Fazit: „Wir
wollen das Alte Land zum Exportland machen. Ich danke dem Botschafter für sein unermüdliches
Engagement. Gemeinsam haben wir in den letzten Wochen Monaten einen Wust an Bürokratie
aus dem Weg geräumt. Viele Gespräche und lange Flugreisen waren nötig. Aber es hat sich
gelohnt. Es fehlt nur eine letzte Unterschrift. Dann gehen bald die ersten Container Altländer Obst
zu den neuen Absatzmärkten nach Fernost.“ Das Tor sei weit aufgestoßen, ist Grundmann sicher.

Einen ersten symbolischen Container Elbe-Obst haben Grundmann und Prof. Jhy-Wey Shieh
bereits auf den Weg geschickt. Mit der Seehafenfähre „Elbclearing 8“ ging am es Freitag zum
Hamburger Hafengeburtstag. Mit an Bord war auch Elbe Obst Geschäftsführer Stefan Moje: „Für
uns wäre dieses Exportgeschäft ziemlich wichtig“, die ganze Branche sei durch das russische
Embargo betroffen. Rund 10.000 Tonnen Äpfel aus dem Alten Land könnten derzeit nicht mehr
ausgeführt werden. Auch Dr. Christian Weseloh, Geschäftsführer der Bundesvereinigung der
Erzeugerorganisationen Obst und Gemüse e.V. (BVEO), freut sich auf die künftige
Zusammenarbeit mit den Taiwanern und dankt Oliver Grundmann für seine diplomatischen
Bemühungen: „Oliver Grundmann war uns ein echter Treiber. Danke für die vertrauensvolle
Zusammenarbeit der letzten Wochen und Monate. Persönliche Kontakte nach Taipeh und in die
taiwanesische Repräsentanz in Berlin sind in solchen Außenhandelsfragen Gold wert.“
Botschafter Jhy-Wey Shieh überzeugte sich am Samstag nochmals persönlich von Qualität der
Altländer Äpfel: „Die hochwertigsten Äpfel, die zurzeit in unsere Hauptstadt Taipeh erhältlich sind,
kommen aus Japan. Sie werden vor allem gekauft, um sie zu verschenken, auch einzeln. Ein
solcher Premiumapfel kostet dort pro Stück fünf bis zehn Euro. Die Äpfel, die ich heute auf dem
Obsthof von Familie Feindt in Westerladekop probiert habe, sind in der Qualität eine starke
Konkurrenz: knackig, saftig, süß, einfach spitze.“

Oliver Grundmann ergänzt: „Wir haben nicht nur die kostbarsten Äpfel, sondern auch die allerbeste
Anbindung zum Warendrehkreuz Hamburg. Der Seehafen Stade liegt direkt vor unserer Tür: für die
Ausfuhr unterschiedlichster Waren aus der Region, der ideale Ausgangspunkt. Und der
Seetransport ist bei weitem der günstigste und umweltfreundlichste Transportweg – davon profitiert
unsere ganze Region. Darin bin ich mir auch mit Elbclearing-Geschäftsführer Marcus Schlichting
und Verkehrsstaatssekretär Enak Ferlemann einig. Jetzt heißt es nur noch Deckel drauf! Mit Peter
Bleser, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft,
habe ich vergangeneWoche letzte Details geklärt. Bis zur Verkündung der Vertragsunterschrift fehlt
nicht viel: Elbe-Obst goes Taiwan!“