Düngeverordnung – Grundmann fordert Umweltministerium zum Handeln auf

Der Bundestagsabgeordnete Oliver Grundmann hat innerhalb der Unions-Umweltpolitiker eine Initiative angestoßen, das Thema Düngeverordnung nochmals umfassend zu prüfen.

„Wir brauchen dringend eine vollständige Überprüfung und Ausweitung der Messnetze in Deutschland“, so Grundmann. Nur belastbare, akzeptierte und repräsentative Messergebnisse dürften Grundlage für die Umsetzung der EU-Nitratrichtlinie in Deutschland sein. Es könne nicht sein, dass Gebiete als „rot“ ausgewiesen werden, wenn nur zwei von zehn Messstellen innerhalb eines Grundwasserkörpers Überschreitungen aufweisen, so der Abgeordnete im Umweltausschuss des Deutschen Bundestages.

„Wir brauchen dringend mehr hydrogeologische Expertise im Bereich der Messungen. Mehr Messstellen und neue Messverfahren werden zu einem Rückgang der roten Flächen führen. Das hat sich in NRW gezeigt. Und das wird sich bald auch in Bayern zeigen. Und falls doch Bewirtschaftungsbeschränkungen notwendig erscheinen, dann müssen wir diese finanziell ausgleichen.“

Nach intensiven Gesprächen mit der für Landwirtschaft zuständigen, stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden, Gitta Connemann, gibt sich Grundmann zuversichtlich: „Wir werden den Druck auf das zuständige Bundesumweltministerium nochmals deutlich erhöhen. Ich fordere Umweltministerin Svenja Schulze auf, schnellstmöglich einen geeigneten objektiven Messrahmen zu entwickeln – wir dürfen hier keine Zeit mehr verlieren.“

Weiterhin fordert Grundmann eine grundlegende Reform der EU-Nitratrichtlinie dahingehend, dass alle Einträge berücksichtigt werden. „Es kann nicht sein, dass unsere Bauern die alleinigen Sündenböcke sind. Kläranlagen, Stickstoffeintrag aus der Luft und der Verkehrsbereich sind komplett ausgeklammert. Der Schutz unseres Trinkwassers hat höchste Priorität. Deshalb müssen alle Faktoren berücksichtigt werden, die eine Gefährdung darstellen.“

Bild: Oliver Grundmann und die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Gitta Connemann