US-Stipendiatinnen begeistert von Bremervörde

Die beiden amerikanischen Austauschschülerinnen Sofia Fahsi und Lilianna Matala verbrachten das vergangene Jahr bei deutschen Gastfamilien in Bremervörde. Dort hatten sie nicht nur die Gelegenheit für ein Jahr auf eine deutsche Schule zu gehen und die deutsche Sprache zu lernen, sondern auch viele neue Freunde und Hobbys kennenzulernen. Sofia resümiert: „Ich habe mich in Bremervörde sehr wohl und sehr integriert gefühlt. Jetzt fühle ich mich überhaupt nicht mehr wie eine Ausländerin, sondern als Teil der Gemeinschaft. Es war auch sehr interessant, mein eigenes Land von einer anderen Perspektive aus zu beobachten. Ich habe in dieser Zeit noch einmal viel über mein Land gelernt – vor allem wie Europäer über uns denken“, so Sofia.

Lilianna kommt ursprünglich aus der Stadt Albany im Staat New York und hat, so wie Sofia, das letzte Jahr in Bremervörde verbracht: „Bremervörde ist sehr schön. Es ist nicht zu klein und nicht zu groß. Besonders gefallen hat mir der Vörder See, an dem ich sehr viel Zeit verbracht habe.“ so Lilianna. Außerdem hat sie währenda ihrer Zeit in Bremervörde angefangen Handball zu spielen: „Ich spiele sehr gerne Handball. Der Sport ist in den USA leider gar nicht so verbreitet.“ Begeistert war sie vom Teamgeist und Fair Play ihrer Mannschaft.

Organisiert wurde der Austausch durch das Parlamentarische Patenschafts-Programm (PPP) des Deutschen Bundestages. Für diese Zeit hat der Bundestagsabgeordnete Oliver Grundmann die Patenschaft für Sofia und Lilianna übernommen. Der krönende Abschluss des Austauschjahres war daher der Besuch von Sofia und Lilianna im Deutschen Bundestag in Berlin, wo sie sich mit dem Abgeordneten über ihre Zeit in Deutschland und Bremervörde austauschen konnten. Neben dem Konzert der Bremervörder Stadtkapelle in Stade, das alle drei im April mit Begeisterung besucht haben, ging es dann vor allem auch um Politik:  „In den USA ist man entweder Demokrat oder Republikaner, aber hier in Deutschland gibt es mehrere Parteien, die auch miteinander und nicht nur gegeneinander arbeiten“, so die beiden Austauschschülerinnen. „Es war sehr spannend zu sehen, wie die Politik hier in Deutschland organisiert ist.“ Einen wesentlichen Unterschied haben beide ausgemacht: „Man trägt seine politische Gesinnung nicht so sehr nach außen!“  Ein Bremervörder mit Merkel- oder Grundmann-Schirmmütze oder einem Partei-Aufkleber auf dem Auto – das sei hier eher nicht so üblich.

„Das Parlamentarische Patenschafts-Programm (PPP) ist eine tolle Sache. Ich bin jedes Jahr aufs Neue überrascht, wie super meine Schützlinge nach ein paar Monaten unsere Sprache beherrschen – und wie reflektiert ich mit ihnen über amerikanische und deutsche Politik diskutieren kann. Da haben unsere Gastfamilien und Lehrer in Bremervörde wieder ganze Arbeit geleistet. Vor allem fühlen sich die beiden Mädels pudelwohl in Bremervörde, weil sie jedermann mit offenen Armen empfangen hat – das macht mich als Wahlkreisabgeordneter besonders stolz. Mein herzlicher Dank geht an alle Bremervörder, da ist echt was zusammengewachsen!“ so Grundmann. Der Abgeordnete wird auch im kommenden Jahr wieder an dem Programm des Deutschen Bundestages teilnehmen und deutsche Schüler für ein Austauschjahr in die Vereinigten Staaten schicken und die Patenschaft für amerikanische Schüler in Deutschland übernehmen.