Edelsteine mit überregionaler Strahlkraft

Große Freude bei Rolf Eckhoff, Geschäftsführer des DRK-Kreisverbandes Bremervörde: Wie ihm der Bundestagsabgeordnete Oliver Grundmann jüngst persönlich mitgeteilt hat, sind die vom Roten Kreuz im Auftrag betriebenen Mehrgenerationenhäuser (MGH) in Oerel (Koopmannhof) und Zeven erstmalig in die Bundesförderung aufgenommen worden. Das sichert beiden Einrichtung von 2017 bis 2020 eine Unterstützungssumme von jeweils 30.000 Euro jährlich.


Eckhoff wertet die Aufnahme in das Förderprogramm des von Manuela Schwesig geleiteten Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend als ausdrückliche Wertschätzung der haupt- und ehrenamtlichen Arbeit und „sehr respektablen, generationenübergreifenden Angebote“ der Häuser in Zeven (seit 2007) und Oerel (2012) unter dem Dach des Roten Kreuzes. Und auch als nachträgliche Bestätigung weitsichtiger weil zukunftsträchtiger Beschlüsse durch die kommunalen Entscheidungsträger in Politik und Verwaltung, als es darum ging, seinerzeit selbst Geld in die Hand zu nehmen und die MGH einzurichten.


Diese hatten bislang – und haben zusätzlich zu den Bundesmitteln auch künftig – Zugriff auf eine jährliche zu gleichen Teilen durch das Land Niedersachsen und den Landkreis Rotenburg zur Verfügung gestellte Fördersumme in Höhe von 10.000 Euro je Haus. Für den Standort Oerel konnte der DRK-Kreisverband Bremervörde in der Vergangenheit überdies einmalig 35.000 Euro aus Fördertöpfen des DRK-Landesverbandes einwerben.
Mit Blick auf den aktuellen Bescheid richtet Eckhoff seinen Dank speziell in Richtung Oliver Grundmann, der ergänzend zu dem im Frühjahr gestarteten Interessenbekundungs- und Antragverfahrens darum gebeten wurde, sich in Berlin für die in seinem Wahlkreis beheimateten MGH-Standorte Zeven und Oerel stark zu machen. Grundmann dazu:

„Mehrgenerationenhäuser leisten einen unschätzbaren Beitrag zum gesellschaftlichen Zusammenhalt. Sie sind der Ort, an dem jugendliche Energie und die Erfahrung der älteren Generation zusammenkommen und so Großes bewirken können. Das habe ich auch beim Besuch des Mehrgenerationenhauses und Familienzentrums in Zeven im Rahmen meiner Wahlkreistour erfahren. Einfach großartig, wie engagierte Mitarbeiter und ehrenamtliche Helfer Hand in Hand arbeiten und Gutes tun. Deshalb freut es mich ganz besonders, dass die Mehrgenerationenhäuser in Zeven und Oerel in das Bundesprogramm aufgenommen wurden. Dafür habe ich mich gerne stark gemacht.“
Die zusätzliche Förderung, so Grundmann weiter, sei der verdiente Lohn für die geleistete Arbeit und aus seiner Sicht Beweis dafür, „dass wir gerade in unserer ländlichen Region verteilt Edelsteine finden, die eine überregionale Strahlkraft besitzen und mit dem Mittelzufluss ihre wertvolle Arbeit gesichert fortsetzen können.“


Wie in einer Mitteilung des Bundesministeriums nachzulesen ist, ermöglicht das 2017 startende neue Bundesprogramm den Mehrgenerationenhäuser mehr Flexibilität in ihrer Arbeit. Sie könnten ihre Angebote künftig noch besser an den jeweiligen Ausgangslagen und dem Bedarf vor Ort ausrichten und so die Wirkung der MGH in den Kommunen weiter stärken – unter anderem mit Blick auf die Bewältigung des demographischen Wandels und aktueller Herausforderungen wie der Integration von Menschen mit Migrations- und Fluchtgeschichte. Und: Das neue Programm werde den MGH einen flexibleren Einsatz der Fördermittel als Personal- und/oder Sachkosten ermöglichen. Dies trage dem Umstand Rechnung, dass die MGH Sachmittel in der Regel leichter anderweitig akquirieren könnten als solche zur Deckung von Personalkosten.