Klares Bekenntnis zum Dow Standort Stade

Der Präsident von Dow Deutschland, Dr. Willem Huisman, sieht beim Thema Wind-Wasserstoff große Zukunftschancen für den Standort Stade. Dies stellte er bei einem Gespräch mit dem Parlamentarischen Staatssekretär Enak Ferlemann und dem CDU-Bundestagsabgeordneten Oliver Grundmann im Bundesverkehrsministerium heraus.


„Wind-Wasserstoff kann als Energiespeicher einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende in Deutschland leisten“, betont Oliver Grundmann. Zur Sicherung der Stromnetzstabilität seien mehr flexible Lasten erforderlich. Durch Elektrolyse aus überschüssigem Windstrom gewonnener Wasserstoff könne in Gaskavernen gespeichert und bei Bedarf zur Stromerzeugung bzw. als veredeltes Endprodukt zum Vertrieb genutzt werden. „Die Region Unterelbe hat im Bereich der Wind-Wasserstoff-Technologie großes Potenzial“, bestätigt Dr. Willem Huisman. Dow prüfe, welche Chancen sich für das Werk in Stade ergäben. „Wir müssen die Entwicklung einer Windwasserstoff-Wirtschaft in der Region weiter vorantreiben, um hier die Innovationspotenziale für den Unterelberaum zu erschließen“, sind sich die Bundestagsabgeordneten Oliver Grundmann und Enak Ferlemann einig. „Da packen wir an! Den Schatz wollen wir heben.“


Zur langfristigen Sicherung der Zukunftsfähigkeit des Stader Dow Werkes verweisen Grundmann und Huisman zudem auf die Bedeutung des Infrastrukturausbaus. Hier seien der Bau der Küstenautobahn A20 und der Weiterbau der A26 sowie ihre beiderseitige Öffnung ein gewichtiger Standortfaktor. Darüber hinaus sei der Bau des geplanten kombinierten Gas-Kohle-Biomasse-Kraftwerkes für die langfristige Absicherung der Versorgungssicherheit des Dow Werkes notwendig. Dies stellte Huisman im Gespräch mit Grundmann und Ferlemann nochmals heraus.


Dow Chemical mit Hauptsitz in Midland im US-Bundesstaat Michigan ist nach der deutschen BASF der zweitgrößte Chemiekonzern der Welt. Deutschland ist nach den USA der zweitgrößte Absatzmarkt und Produktionsstandort; der Konzern ist hier mit 18 Niederlassungen vertreten. Im Dow Werk Stade werden auf einer Fläche von ca. 550 Hektar rund drei Millionen Tonnen Grund- und Spezialchemikalien für den Eigenbedarf und für internationale Kunden hergestellt. Die Geschäftsbereiche Epoxid-Harz und chlorierte Lösungsmittel sollen verkauft werden. Die betroffenen Mitarbeiter würden von einem neuen Eigentümer übernommen.