Einigung im Dieselstreit – auch für Pendler und den ländlichen Raum viel erreicht

04.10.2018

In seiner Funktion als zuständiger Berichterstatter für Automobilität, neue Antriebe und alternative Kraftstoffe der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag, begrüßt Oliver Grundmann den erzielten Kompromiss im Dieselstreit.

„Nicht der Bürger wird zur Kasse gebeten, sondern die Auto-Konzerne. Das ist ein ganz wichtiges Signal für mehr Gerechtigkeit in diesem Land: Unseren Bürgern da draußen, der Altenpflegerin, dem Polizisten mit seinem VW-Golf, denen hätten wir nicht erklären können, dass sie für die Nachrüstung ihrer schmutzigen Diesel selbst zahlen müssen!“ Und ebenso könne es nicht sein, dass Autohändler bei Leasing-Rückläufern mit Verlusten von bis zu 10.000 Euro pro Fahrzeug rechnen müssten: „Darauf bleibt allein der Händler sitzen. Der Schaden wird ihm derzeit nicht erstattet – auch das muss sich ändern!“

Bereits in seiner Rede anlässlich der Aktuellen Stunde im Bundestag – „Drei Jahre Abgasskandal“ – am Freitag, forderte Grundmann mit Nachdruck kostenlose Nachrüstungen und Umtauschmodelle. Dabei sei das ideologische Wunschkonzert der Anti-Diesel-Fraktion genauso kontraproduktiv wie die Hinhaltetaktik der Automobilhersteller. Insbesondere den ländlichen Raum dürfe man in der Debatte nicht vergessen:

„Deutschland ist nicht nur Prenzlauer Berg, Car-Sharing, Tram und Lastenfahrräder –  ´grün-urbane Wohlfühloasen´. Deutschland ist zu 90 Prozent ländlicher Raum!  Das sind Menschen, die sind auf ihre Fahrzeuge angewiesen. Und ich bin nicht gewählt worden, diesen Menschen ihre Freiheit zu nehmen“, so Grundmann in seiner Bundestagsrede.

Vor diesem Hintergrund begrüßt der Abgeordnete den erzielten Kompromiss: „Umtausch und Nachrüstung werden nicht nur in den 14 besonders betroffenen Städten mit hohen Grenzwertüberschreitungen möglich sein, sondern auch in angrenzenden Landkreisen und für Fahrzeughalter, die ein Beschäftigungsverhältnis in der Stadt haben. Gerade unser Elbe-Weser-Raum ist Einzugsgebiet für tausende Pendler. Auch deshalb danke ich Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer, dass er mein Plädoyer für den ländlichen Raum, im harten Ringen mit den Konzernen, kraftvoll vertreten hat. Unser gemeinsamer Besuch der IAA Nutzfahrzeuge-Messe in Hannover, begleitet von intensiven Gesprächen mit den Spitzen der Automobilindustrie und wichtiger noch: unsere klare Haltung, dass Boni-Zahlungen auf dem Rücken unserer Dieselbesitzer absolut unanständig sind, haben Wirkung gezeigt!“