PRESSEMITTEILUNG – Lockerungen für Gaststättengewerbe

Grundmann plädiert für gute Konzepte zur schrittweisen Öffnung

Seit dem Shutdown sind alle Hotel- und Gaststätten für Gäste geschlossen. Was die Branche nach langen Wochen der Schließung nun braucht, ist eine konkrete Perspektive, wie ein Wiederhochfahren der Betriebe aussehen kann. Dazu haben sich der Bundestagsabgeordnete Oliver Grundmann, Zevens CDU-Vorsitzender Patrick Brinkmann, Präsident des DEHOGA Niedersachsen Detlef Schröder und der Vorsitzende des DEHOGA-Kreisverbandes Bremervörde Holger Gehrmann getroffen, um über Öffnungskonzepte zu diskutieren.

Grundmann der in diesen Tagen mit zahlreichen betroffenen Branchen Lösungswege auslotet, erklärt: „In den Landkreisen Rotenburg und Stade ergibt sich zur Zeit eine nachgewiesene Corona-Infektionsquote von unter 0,01 Prozent. Wir sind aber weiterhin mit zahlreichen Einschränkungen unseres Alltags konfrontiert. Dafür muss es gute Gründe geben, die verhältnismäßig sind. Unsere Gaststätten sind tief in der Region verankert und dürfen nicht wegbrechen. Unter dem Gebot sinnvoller Abstandsregeln brauchen wir jetzt Öffnungskonzepte!“

Schröder, selber Betreiber eines Hotels, erklärt: „Die Betriebe stehen mit dem Rücken zur Wand. Die Soforthilfen von Bund und Land sind zwar schnell und unbürokratisch angekommen. Das Geld ist jedoch schon so gut wie aufgebraucht. Wir brauchen einen klaren Termin, wir brauchen Planungssicherheit. Sonst wird es viele Betriebe nach der Corona-Krise nicht mehr geben.“

Gleichzeitig freue er sich über den ermäßigten Mehrwertsteuersatz von sieben Prozent, den die Bundesregierung vergangene Woche erwirken konnte. Dies könne nun aber nur Wirkung entfalten, wenn eine schrittweise Öffnung jetzt möglich wäre.

Gehrmann, vom Selsinger Hof ergänzt: „Unsere Betriebe können Hygiene. Unsere Angestellten machen jedes Jahr eine Hygieneschulung mit.“ Wie beim Einzelhandel, sei das auch für Gastronomie durchaus möglich klare Hygienestandards, Mindestabstände und räumliche Trennungen in der Bewirtung von Gästen umzusetzen.

Schwierig zu beurteilen, sei die Frage nach Familienfeiern und großen Veranstaltungen. Gehrmann, der vor allem vom Saalbetrieb lebt, plädiert für strikte Anmeldungen mit Namenslisten. Gerade Familienfeste, mit überschaubarer Anzahl an Personen, hätten nach seiner Meinung eine Chance auf schrittweise Zulassung. „Wir sind bereit und würden alles dafür tun, dass wir wieder öffnen können“, so Gehrmann.

Grundmann: „Mit guten Konzepten sollen Gastwirte so schnell es geht wieder öffnen dürfen. Ich plädiere für kontrollierte Öffnung unter dem Dreiklang von Disziplin, Distanz, Hygiene. Ich betone: sorgfältig überlegen, was geht und was geht nicht! Aber wir müssen unseren Betrieben Perspektive geben.“ Die Vorschläge der DEHOGA-Vorsitzenden will der Abgeordnete nach Berlin und Hannover tragen und in die dortige Debatte einbringen.