Modellprojekt, Mobilität und Handwerk

Unter der Überschrift „Stärken unseres ländlichen Raumes“ organisierte der CDU-Gemeindeverband Gnarrenburg eine Stippvisite für den Bundestagsabgeordneten Oliver Grundmann durch die Gemeinde. Fünf Stationen standen auf dem Programm: Besuch eines landwirtschaftlichen Betriebes in Langenhausen, Gespräch mit den Projektverantwortlichen des Landes-Modellprojektes für klimaschonende Landbewirtschaftung, Vorstellung des BürgerBus Gnarrenburg e.V. und Besichtigung des Metallbaubetriebes Hartmann in Gnarrenburg.

„Ich will hören, wo der Schuh drückt und welche Themen den Menschen in unserer Region besonders am Herzen liegen. Deshalb bin ich seit Anfang August im Rahmen meiner vierten Sommertour wieder unterwegs und besuche Unternehmen, Vereine, Organisationen und Initiativen vor Ort“, so Grundmann.

Besonders die Besichtigung von Demonstrationsflächen des Modellprojektes stieß auf großes Interesse. Mit einer Delegation von rund 25 Teilnehmern aus der Gemeinde, darunter der CDU-Kreisvorsitzende und Landtagskandidat Dr. Marco Mohrmann sowie die Kreistagsabgeordneten Kurt Buck und Kerstin Klabunde, konnte sich Grundmann bei bestem Wetter auf Flächen des Familienbetriebes Gerd Huntemann überzeugen, wie Messungen von Wasserstandsanhebungen und deren Auswirkungen „praktisch“ vor sich gehen.

Die Zusammenarbeit mit den Landwirten verlaufe kooperativ und fruchtbar, betont der Projektleiter des LBEG Hannover, Dr. Heinrich Höper. Gemeinsam mit seiner Kollegin, Dr. Heike Kruse-Dörgeloh, erläuterte er den Teilnehmern die Ziele und den Verlauf des Projektes. Für Grundmann hatten die Projektverantwortlichen noch ein Highlight vorbereitet: Er durfte direkt ein Moorprofil bohren.

„Das Gnarrenburger Moor ist kostbar und ein weitgehend ungehobener Schatz. Für Tourismus und die Vermarktung landwirtschaftlicher Produkte birgt die Entwicklung der Moorregion hin zu einer Marke große Zukunftspotentiale. Ich sehe hier vergleichbare Chancen wie beim bundesweit bekannten Label ‚Altes Land‘“, so Grundmann.

Beim anschließenden Gespräch ging es um Ideen, wie die bäuerliche Landwirtschaft durch ein zweites Standbein, nämlich die Vermarktung ihrer Produkte, gestärkt werden könnte. Die Teilnehmer waren sich einig, dass die Ergebnisse aus dem Versuchsprojekt umgesetzt werden müssten. Landwirte, die über das gesetzliche verpflichtende Maß auf Klima-, Natur-, Umwelt- und Tierschutzmaßnahmen umstellen, müssten besser gefördert werden.

Als weitere Stärke der Gemeinde stellte sich anschließend der BürgerBus Gnarrenburg e.V. vor. Fahrplan und Routenführung des „Dörphopper“ seien gerade an die Bedürfnisse der Bevölkerung neu angepasst worden, erklärte der Vorsitzende des Vereins, Manfred Schnaars: „Der Bus hält ausnahmsweise auch auf der Strecke für Gäste an – wenn es die verkehrlichen Verhältnisse zulassen“. „Der Gnarrenburger BürgerBus ist eine großartige Initiative, um die Orte der Gemeinde besser miteinander zu vernetzen. So wird eine Lücke im ÖPNV abgebaut und die Mobilität sichergestellt. Während andernorts der Busverkehr oft nur aus Schulbussen besteht, werden hier durch den BürgerBus auch Supermärkte und Ärzte angefahren. Ich wünsche dem Verein, dass die Bevölkerung den Bus ordentlich nutzt!“ appellierte Grundmann, der anschließend mit dem Bus selber eine Fahrt in Richtung Gnarrenburg unternahm.

Nach dem Besuch in Langenhausen und der Fahrt mit dem „Dörphopper“ stand in Gnarrenburg ein Besuch bei Hartmann Metallbau auf dem Plan. Unternehmer Olaf Hartmann führte die Gruppe zusammen mit seiner Ehefrau durch den Betrieb. Mit der Übernahme der Firma Metallbau Paulsen aus Bremervörde hat sich Hartmann ein ortsnahes Kundenumfeld gesichert. Er nutzte den Besuch des Abgeordneten und der zahlreichen begleitenden Ratsmitglieder, um neben seiner Betriebsentwicklung auch insbesondere auf Schwierigkeiten der Nachwuchsgewinnung und Ausschreibungswettbewerbe hinzuweisen.

Zu einem geselligen Tagesausklang kamen alle Beteiligten noch einmal im Gasthof Ahrens in Kuhstedt zusammen. „Gnarrenburg hat viel zu bieten. Hier stimmt der Zusammenhalt – das habe ich auch bereits bei der grandiosen Karnevalsfeier in Augustendorf erlebt. Die vielen regionalen Initiativen zeigen, dass hier aktiv angepackt wird. Das unterstütze ich gerne“, so Grundmann.