Feuerwehr-Präsident zu Besuch im Wahlkreis

Deutschlands höchster Feuerwehr-Repräsentant, der Präsident des Deutschen Feuerwehrverbandes, Hartmut Ziebs, besuchte auf Einladung des Bundestagsabgeordneten Oliver Grundmann unterschiedliche Feuerwehrstützpunkte der Region. Beide wollten aus erster Hand erfahren, wo an der Basis „der Schuh drückt“, so Ziebs.

Grundmann: „Der UNO-Generalsekretär lobt das deutsche Feuerwehrwesen als einzigartige Organisation auf der Welt! Dem kann ich nur zustimmen! Den Einsatzwillen, die Kameradschaft und Professionalität konnte man spüren. Ich bin immer wieder überrascht von der Vielfalt und den Spezialisierungsgraden unserer hiesigen Feuerwehren. Unsere Wehrführer leisten mit ihren Kameraden einen hervorragenden Job. Ob Orts- oder Gemeindewehren, über den Umweltzug bis zur Schiffsbrandbekämpfung, das Aufgabenspektrum ist einfach enorm. Und auch die Nachwuchsarbeit funktioniert hervorragend.“

Ein wichtiger Diskussionspunkt im Gespräch mit den Einsatzkräften war die Anerkennung und Motivation der ehrenamtlichen Brandschützer. Konkrete Vorschläge hierzu formulierten Kreisbrandmeister, Jürgen Lemmermann und der Bremervörder Stadtbrandmeister, Rüdiger Naubert. Günstiges Bauland, günstige Mieten oder auch der kostenlose Eintritt in kommunale Einrichtungen wie Schwimmbäder, seien hervorragende Instrumente, um Ehrenamtler zu motivieren, stimmten Feuerwehrpräsident Ziebs und der Abgeordnete Grundmann mit ein.

Nach Stationen bei der Feuerwehr Bremervörde und der werkseigenen Feuerwehr am Dow Standort Stade ging es zu einer Demonstrationsfahrt zur Schiffsbrandbekämpfung auf die Elbe. Oliver Grundmann zeigte sich beeindruckt von den technischen Möglichkeiten der Brandbekämpfungseinheit (BBE) aus Bützfleth und Stade.  Zur Ausrüstung des gut 26 Meter langen Schleppers „Bützfleth” gehören u . a. ein 25 Kubikmeter großer Schaumtank, zwei ferngelenkte Wasserwerfer, von denen einer auf mehr als 20 Meter ausgefahren werden kann und eine stationäre Gasspüreinrichtung. „Die Kraft der beiden Wasserwerfer muss man erlebt haben. Da ist wirklich Druck dahinter!“, so Grundmann nach der Demonstrationsfahrt.

Zum Anschluss informierten sich Grundmann und Ziebs über die Nachwuchsarbeit der Freiwilligen Feuerwehr in Stade. Die Betreuerinnen Angela Eccarius, Martina Köpcke-Lausch sowie Kreisbrandmeister  Peter Winter freuten sich über Wertschätzung für ihre herausragende Jugendarbeit.

Oliver Grundmann: „Ich kann mir kaum eine bessere Lebensschule für junge Menschen vorstellen. Die Jugendfeuerwehr gibt Orientierung. Hier lernen jungen Menschen Kameradschaft, Pflichtbewusstsein,  Verantwortung für sich und andere. Und nebenbei macht es einfach eine Menge Spaß. Jeder Junge und ganz viele Mädchen träumen davon, einmal im Feuerwehrauto zu sitzen, einmal mit dem Wasserschlauch zu spritzen –  kaum eine andere Jungendorganisation besitzt eine solche Anziehungskraft.“ Feuerwehr-Präsident Ziebs begrüßte in diesem Zusammenhang auch die wachsende Anzahl sogenannter Kinderfeuerwehren wie „Floris Helden” in Stade. Eine bunte Mischung aus fünfzehn Jungen und Mädchen, zwischen sechs und zehn Jahren, die bereits im Grundschulalter erste Feuerwehrluft schnuppern dürfen.