Modellflug in Höhen über 100 Meter weiterhin möglich

Grundmann erreicht Nachbesserung der Regelungen für Drohnen und Modellflieger

Die Bundesregierung hat die Regeln für Drohnen und Modellflieger nachgebessert. Damit ist auch weiterhin der Modellflug über 100 Metern möglich.

„Der Einsatz der zahlreichen begeisterten Modellflieger in unserem Land und unserer Region hat sich ausgezahlt. Ich freue mich sehr, dass wir in Berlin eine Lösung erreichen konnten, mit der sowohl Sicherheitsaspekte als auch die Interessen der Modellflugfreunde berücksichtigt werden. Bei meinem Besuch bei der Modellfluggruppe Kutenholz habe ich viele Menschen kennengelernt, die für ihr Hobby und die Technik brennen. Freizeitbeschäftigungen wie das Modellfliegen vermitteln nicht nur Gemeinschaftssinn, sondern fördern auch das technische Verständnis – gerade für die jugendlichen Vereinsmitglieder. Als Industriestandort und Wirtschaftsnation ist es besonders wichtig, dass wir das Interesse an Naturwissenschaften und Technik wecken und lebendig halten“ so der Bundestagsabgeordnete Oliver Grundmann.

Die erneuten Änderungen gehen auf einen Beschluss des Bundesrats vom 10. März zurück. Demnach ist der Betrieb von Modellflugzeugen in Höhen über 100 Metern grundsätzlich möglich, wenn der Steuerer des unbemannten Fluggeräts über eine besondere Sachkunde in Form einer Erlaubnis als Luftfahrzeugführer oder eines Kenntnisnachweises einer vom Luftfahrt-Bundesamt beauftragten Stelle oder einer Bescheinigung eines Modellflugverbandes oder -vereins verfügt. Alle Flugmodelle und Drohnen ab einem Startgewicht von 0,25 Kilogramm benötigen künftig eine Plakette mit Namen und Adresse des Eigentümers. Dies dient der Identifizierung im Schadensfall. Um den Eigentümern genug Zeit für die Ausrüstung mit einer Plakette einzuräumen, tritt diese Regelung erst sechs Monate später in Kraft. Für Flugmodelle und Drohnen ab zwei Kilogramm wird ein Kenntnisnachweis erforderlich. Dieser kann entweder durch eine gültige Pilotenlizenz, nach Prüfung durch eine vom Luftfahrt-Bundesamt anerkannte Stelle oder im Falle von Modellflugzeugen nach Einweisung durch einen Luftsportverband erteilt werden. Für den Betrieb auf Modellfluggeländen ist kein Kenntnisnachweis erforderlich. Für Flugmodelle und Drohnen ab fünf Kilogramm und für den Nachtbetrieb ist zudem eine Aufstiegserlaubnis erforderlich. Daneben gilt in und über sensiblen Bereichen, z.B. Einsatzorten von Polizei und Rettungskräften, Menschenansammlungen und Anlagen und Einrichtungen wie JVAs, Krankenhäuser und Industrieanlagen sowie über Naturschutzgebieten ein Flugverbot.