Vorzugstrasse SuedLink veröffentlicht

Die Übertragungsnetzbetreiber TenneT und TransnetBW haben gestern den Vorschlagskorridor für den Bau der SuedLink-Stromtrasse bekannt gegeben. Der Bundestagsabgeordnete Oliver Grundmann informierte sich bei einem Gespräch mit dem TenneT-Geschäftsführer Lex Hartmann über den Trassenverlauf und mögliche Alternativen. Die Planungsunterlagen sollen am 17. März bei der Bundesnetzagentur eingereicht werden.


„Der SuedLink ist als Hauptschlagader der Energiewende ein entscheidender Baustein beim Transport der Erneuerbaren Energien vom Norden in den Süden unseres Landes. Die Energiewende wird nur gelingen, wenn alle an einem Strang ziehen. Wir müssen die Menschen mitnehmen. Deshalb war es richtig, den Vorrang für die Erdverkabelung zu beschließen. Bei der Trassenplanung muss der Korridor Vorrang haben, der Menschen und Natur am wenigsten belastet. Ob es letztlich bei der jetzigen Vorzugsvariante bleibt, wird sich in den nächsten Planungsstufen herausstellen“, so Grundmann.


Zusammen mit dem Parlamentarischen Staatssekretär im Verkehrsministerium, Enak Ferlemann, begrüßt Grundmann die Ankündigung von TenneT und TransnetBW, weiterhin transparent über die Trassenplanung zu informieren. Die betroffenen Kommunen seien aufgerufen, den Diskussionsprozess für die Bürger zu organisieren. Für die vom Trassenbau betroffenen Grundstückseigentümer sehen Grundmann und Ferlemann wiederkehrende Entschädigungen als absolut gerechtfertigt an. Daran gelte es politisch zu arbeiten.


Entgegen der ursprünglichen Planung von 50 Metern solle die Trassenbreite für die Erdkabelverlegung nur noch fünf Meter betragen. Eine Tunnelbauweise sei nicht geplant, Erdwärmeabstrahlung fände nicht statt. „Wir werden TenneT auf diese Zusagen festnageln“, so Grundmann. Er fordert eine bodenkundliche Baubegleitung unter Berücksichtigung eines Bodenschutzkonzeptes. Dabei sei in sensiblen Bereichen an Bohrungen zu denken.


Das von den Stadtwerken Stade entwickelte und erprobte AGS-Verfahren sieht Grundmann weiterhin als Meilenstein mit bundesweiter Strahlkraft an. „Das neue Erdkabelverfahren bedeutet weniger Flächenverbrauch, weniger Eingriffe ins Landschaftsbild und höhere öffentliche Akzeptanz“, so Grundmann.
Bild: Oliver Grundmann und TenneT-Geschäftsführer Lex Hartmann