Vertriebene wertvolle Brückenbauer

Der Bundestagsabgeordnete Oliver Grundmann verwahrt sich gegen den Nazivorwurf aus dem linksextremistischen politischen Lager und spannt einen Schutzschirm gegen ungerechtfertigte Angriffe gegenüber Gertrud Braumann, Vertriebenen und der Kreisgemeinschaft Goldap auf.


„Die erhobenen ideologischen Vorwürfe sind vollkommen haltlos. Ich bedaure, dass diese tendenziösen Vorwürfe überhaupt solch eine Plattform in einer seriösen Tageszeitung wie dem Tageblatt gefunden haben.“


Gegenüber der auch ihm gegenüber erhobenen Schmähkritik von Linkspolitiker Orlovius erklärt Grundmann: „Wer glaubt den Finger in eine vermeintliche Wunde legen zu wollen, der muss prüfen, wieviel Dreck an seinen eigenen Händen klebt. Die Linkspartei ist rechtlich die Nachfolgepartei der SED, die Schießbefehl, Mauerbau und Foltergefängnisse wie Hohenschönhausen zu verantworten haben.“


„Meine Familie väterlicherseits hat selber unglaubliche Entbehrungen als Flüchtlingsfamilie 1945 aus Pommern flüchtend durchlitten. Meine Großmutter ist für mich eine wahre Heldin, weil sie es als 36 Jahre alte Mutter ohne Unterstützung geschafft hat, ihre fünf Kinder im Alter von 4 bis 12 Jahren zu retten und durchzubringen. Ihren Ehemann Kurt hat sie nach dem Abschied in der Heimat nie wieder gesehen. Solche verwundeten Seelen, solche Helden beim Aufbau unseres Landes, diese mit Schmutz zu bewerfen ist eine Gemeinheit, die unglaublich wehtut und der ich mich mit aller Entschiedenheit entgegenstelle.“
„Unsere Vertriebenenverbände sehe ich als wertvolle Brückenbauer. Sie haben in schweren Zeiten vielen Flüchtlingen Halt gegeben. Bei manchen Differenzen, ohne sie wäre ein ehrlicher Versöhnungsprozess nicht so weit fortgeschritten. Der immer wieder aufkeimende Revanchismusvorwurf gegen Vertriebene und deren Organisationen ist für mich einfach nur beschämend.“


In diesem Zusammenhang weist Grundmann auch die Verunglimpfung der Literatin Agnes Miegel zurück: „Ihr Entnazifizierungsurteil lautete nach mir vorliegenden Informationen ausdrücklich ‚unbelastet‘. Wörtlich heißt es: ‚sowohl Motive wie Handlungen haben niemals NS-Geist verraten‘. Für Marcel Reich-Ranicki gehörten Balladen von Agnes Miegel zu den herausragenden Werken der deutschen Literatur. Willy Brand besuchte die Dichterin 1961 in ihrem Haus in Bad Nenndorf. Nach deren Ableben kondolierten Willy Brand, Fritz Erler und Herbert Wehner den Hinterbliebenen. Mit dem 1959 verliehenen Literaturpreis der bayerischen Akademie der schönen Künste gilt Agnes Miegel zudem in Literaturkreisen und in Deutschland als rehabilitiert. Dies hat mir die Literaturwissenschaftlerin und Agnes Miegel Expertin Dr. Marianne Klopp gegenüber in einem heute geführten Telefonat persönlich versichert. Was da auf Wikipedia an Halb- und Unwahrheiten steht und aus dem linken Lager behauptet wird, ist einfach nur unseriös und falsch.“

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