Medizinische Versorgung in der Region im Fokus

Die medizinische Versorgung in der Region stand am Weltgesundheitstag ganz oben auf der Agenda des Bundestagsabgeordneten Oliver Grundmann.
„Eine gute medizinische Versorgung liegt mir sehr am Herzen. Deshalb habe ich mich am Weltgesundheitstag über die Herausforderungen in der Pflege sowie der stationären und ambulanten Strukturen informiert. Gerade für den ländlichen Raum ist das Thema Praxisnachfolge ein zentrales Zukunftsthema. Für den klassischen Landarzt wird es eine immer größere Herausforderung, Nachfolger zu finden. Immer mehr junge Ärzte zieht es nach dem Studium in die Ballungszentren. Hier müssen wir frühzeitig gegensteuern und junge Medizinstudenten rechtzeitig für unsere Region gewinnen. Deshalb spreche ich mich dafür aus, erfolgreiche Modellprojekte wie die ‚Landpartie Zeven‘ auf weitere Kommunen auszuweiten“, so Oliver Grundmann.


Im Rahmen des Modellprojektes absolvieren angehende Ärzte der Medizinischen Hochschule Hannover Praktika in Landarztpraxen im Zevener Raum. Das Projekt habe dazu beigetragen, den Landkreis Rotenburg bekannter zu machen und könnte perspektivisch erfahrenen Ärzten die Suche nach Nachfolgern für ihre Arztpraxen erleichtern. „Hier können wir uns etwas abschauen“, so Grundmann.
„Junge Ärzte sind der Schlüssel für eine ausreichende medizinische Versorgung in ländlichen Regionen“, betont Grundmann. In die gleiche Kerbe schlugen der Vorsitzende der Bezirksstelle Stade der Ärztekammer, Dr. Volker von der Damerau-Dambrowski, und der Bezirksausschussvorsitzende der kassenärztlichen Vereinigung, Dr. Stephan Brune im Gespräch mit Grundmann und interessierten Teilnehmern im Stader Ärztehaus. Die Sicherung des Ärztenachwuchses für den ländlichen Raum sei das A und O, um gegenüber den Ballungszentren nicht ins Hintertreffen zu geraten.


Über einen weiteren Grundpfeiler der medizinischen Versorgung in der Region – die Krankenhausstrukturen – informierte sich Grundmann mit Interessierten aus der CDU Hansestadt Stade beim Besuch der Elbe Kliniken. „Der Weg der Konzentration in großstädtischen Ballungszentren mit einem Überversorgungsangebot geht in die falsche Richtung. Wir müssen unsere Krankenhäuser in den Regionen stärken und vermehrt kooperieren. Deshalb begrüße ich den Anteilserwerb der Elbe Kliniken an der OsteMed. Im gemeinsamen Schlepperverbund können wir mehr Kraft zum gegenseitigen Nutzen entwickeln“, so Grundmann.
Aus seinem Gespräch mit Heimleitern aus der Region und zahlreichen Pflegekräften des Katholischen Altenheims St. Josef nimmt Grundmann wertvolle Anregungen mit nach Berlin. „Schon heute fehlen tausende Fachkräfte. Mit dem geplanten Pflegeberufegesetz der Bundesregierung wollen wir die richtigen Weichen stellen. Vor allem Fallstricke in der Ausbildungspraxis müssen dringend beseitigt werden“, so Grundmann. Die Vereinheitlichung der Pflegeausbildung sehe er kritisch. „Ich sehe die Gefahr, dass nach einer zusammengelegten Ausbildung zu wenig Wissen für Pflegefachkräfte der Altenpflege gesammelt wird. Das ist unbedingt zu vermeiden, denn unsere Senioren in den Heimen verdienen neben menschlicher Zuneigung und Wärme die bestmöglichste und qualifizierteste Versorgung.“
Mit dem Weltgesundheitstag erinnert die Weltgesundheitsorganisation (WHO) alljährlich an ihre Gründung am 7. April 1948 und greift aus diesem Anlass gesundheitspolitische Schlüsselthemen auf.