Enormer Schub für die Region

Die Küstenautobahn A20, die A26, die Ortsumgehung B 71 Zeven und die Vervollständigung der 2-Gleisigkeit sowie die Elektrifizierung der Bahnstrecke Cuxhaven-Stade sind in den Vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans aufgenommen worden. Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) hat heute den neuen Bundesverkehrswegeplan (BVWP 2030) veröffentlicht.


„Das ist ein gewaltiger Erfolg und gibt uns enormen Schub für unsere Region. Funktionierende Verkehrswege sind die Lebensadern einer modernen Volkswirtschaft. Deshalb habe ich mich gemeinsam mit dem Parlamentarischen Staatssekretär im Verkehrsministerium, Enak Ferlemann, entschlossen und mit aller Kraft für diese wichtigen Projekte eingesetzt. Mit der Realisierung stärken wir die Wettbewerbsfähigkeit unserer Region mit ihren kraftvollen mittelständischen Betrieben und ihrer starken Industrie. Damit sichern wir die Zukunftsfähigkeit unserer Heimat“, so der Bundestagsabgeordnete Oliver Grundmann.
„Besonders freut es mich, dass wir neben den zentralen Schlüsselprojekten der Autobahnen für den Elbe-Weser-Raum sowie der Elektrifizierung der Bahnstrecke insbesondere auch für Zeven und Bremervörde ganz viel rausholen konnten. Das ist ein echtes Pfund für die Menschen und die Wirtschaft in meinen Wahlkreis“, so Grundmann.


Enak Ferlemann betont: „Der heute vorgelegte Bundesverkehrswegeplan setzt einen klaren Schwerpunkt im Norden mit den Seehafenanbindungen. Dadurch profitiert unsere Region in ganz besonderer Weise und das auch völlig zu Recht. Nur durch eine moderne Infrastruktur können wirtschaftliches Wachstum generiert, die Wettbewerbsfähigkeit unseres Raumes erhöht und seine natürlichen Ressourcen besser genutzt werden. Deshalb freut es mich sehr, dass sämtliche in der Region besonders wichtigen Straßenverkehrsprojekte wie der Neubau der Küstenautobahn A 20 in ganzer Länge mit Elbtunnel und der Autobahn A 26 – sogar bis zur neuen Anschlussstelle Stillhorn -, die B 73 mit der OU Cadenberge, die B74 OU Ritterhude, die B 75 OU Scheeßel und die B 71 OU Zeven in den sog. Vordringlichen Bedarf eingestuft wurden und damit sicher realisiert werden. Ebenfalls in den Vordinglichen Bedarf aufgenommen wurde der Ringschluss Bremen der A 281 einschließlich des Wesertunnels. Im Bereich Schiene ist erstmals als ganz neues Projekt die Vervollständigung der 2-Gleisigkeit sowie die Elektrifizierung der Bahnstrecke Cuxhaven-Stade aufgenommen. Außerdem die im Dialogforum Schiene Nord beschlossene erweiterte Alternative Alpha E statt der Y-Trasse. Schließlich beinhaltet der Bereich Wasserstraßen die Fahrrinnenanpassung der Unter- und Außenelbe sowie die Fahrrinnenanpassung der Außen- und Unterweser im Vordringlichen Bedarf. Ebenfalls in den Vordringlichen Bedarf wurde der vorgezogene Ersatzneubau der Schleuse in Lüneburg-Scharnebeck aufgenommen. Damit ist die Region bei allen drei Verkehrsträgern hervorragend im neuen Bundesverkehrswegeplan vertreten.“


Der Bundesverkehrswegeplan (BVWP) ist das wichtigste Instrument der Verkehrsinfrastrukturplanung des Bundes. Er umfasst sowohl anfallende Erhaltungs- und Ersatzinvestitionen als auch Aus- und Neubauprojekte der Bundesfernstraßen, Bundesschienenwege und Bundeswasserstraßen. Der BVWP wird rund alle zehn Jahre erstellt, zuletzt 2003. Der BVWP 2030 umfasst ein Investitionsvolumen von 264,5 Mrd. Euro. Das sind rund 91 Mrd. Euro mehr als beim bisherigen. 12,3 Prozent des Gesamtinvestitionsaufkommens für Aus- und Neubauprojekte in Bundesfernstraßen entfallen auf Niedersachsen. Damit kann der Anteil gegenüber dem alten BVWP um 4,2 Prozentpunkte gesteigert werden.
Für den BVWP 2030 wurden bundesweit mehr als 2.000 Projekte angemeldet und durch das Bundesverkehrsministerium bewertet. Grundlage war die aktuelle Verkehrsprognose bis 2030. Zum ersten Mal wurden alle Maßnahmen einer Strategischen Umweltprüfung unterzogen, die Auswirkungen auf Menschen, Umwelt und Kulturgüter berücksichtigt. Darüber hinaus wird es vom 21. März bis 02. Mai 2016 eine sechswöchige Öffentlichkeitsbeteiligung geben. Nach deren Auswertung wird der BVWP vom Bundeskabinett beschlossen.
Der BVWP 2030 ist unter www.bmvi.de/bvwp2030 und www.bvwp2030.de abrufbar.