Flüchtlingskrise: Klarer Kompass notwendig

Der Bundestagsabgeordnete Oliver Grundmann hat beim Kohlessen der CDU Bremervörde im Haus am See die Flüchtlingskrise in den Blick genommen.
Grundmann betonte vor rund 50 anwesenden Parteimitgliedern: „Integration wird nur gelingen, wenn wir unsere Werte als Kompass einsetzen. Wir müssen uns zurückbesinnen auf all das, was uns einmal stark gemacht hat. Respekt, Anstand, Leistungswillen und Einsatzbereitschaft für andere. Wir müssen diese Werte vorleben und von allen einfordern, die zu uns kommen. Wer hier in unserem Land Schutz sucht, der muss sich an unsere Regeln, Werte und Gesetze halten. Wer das nicht anerkennen kann oder will, hat hier nichts zu suchen“.
Die schändlichen Ereignisse auf der Kölner Domplatte seien eine Chance für einen Kurswechsel. „Ein erneutes Aufschnüren des Asylpakets II darf es nicht geben. Die Ausweitung der sicheren Herkunftsstaaten, die Schaffung spezieller Einrichtungen für die schnelle Abschiebung von Wirtschaftsflüchtlingen und die Beschränkung des Familiennachzugs für Asylbewerber mit subsidiärem Schutz sind dringend notwendige Maßnahmen. Hier muss die SPD endlich aus der Deckung kommen“ so Grundmann.


Klare Aussagen, die bei den anwesenden Bremervörder Christdemokraten auf Zustimmung stießen. Bislang sei die Unterbringung der Flüchtlinge in Bremervörde dank tatkräftiger hauptamtlicher und ehrenamtlicher Kräfte stets gelungen. „Damit dies so bleibt und die Integration erfolgreich sein kann, brauchen wir bei den Zugangszahlen dringend eine Entlastung“, schilderte der CDU-Vorsitzende Marco Prietz aus Hönau-Lindorf eindringlich die schwierige Situation der Städte und Gemeinden.
Dem Kohlessen vorausgegangen war eine Wanderung am Vörder See, die mit einer Besichtigung des nahe gelegenen landwirtschaftlichen Betriebs der Familie Tiedemann verbunden wurde. Neben Oliver Grundmann konnte der Vorsitzende Marco Prietz Bürgermeister Detlev Fischer als Ehrengast begrüßen.


Für die CDU stehe in diesem Jahr insbesondere die Kommunalwahl am 11. September im Fokus. Prietz zeigte sich am Sonnabend zuversichtlich, bei der Stadtratswahl einen bunten Kandidatenmix aus erfahrenen Kommunalpolitikern und frischen Gesichtern anbieten zu können. „Wir möchten mit einer Mischung aus Frauen und Männern, jüngeren und älteren Kandidaten und Vertretern verschiedener Berufsgruppen die Interessen der Bevölkerung bestmöglich abbilden“, so Prietz. Oliver Grundmann berichtete von seinen Anfängen in der Kommunalpolitik und rief die Anwesenden dazu auf, sich aktiv für ihre Heimat einzusetzen. „Wir sind neugierig und offen für neue Ideen“, erklärte Prietz. Die Kandidatensuche laufe auf Hochtouren. Wer sich vorstellen könne, im Stadtrat oder in den Ortsräten mitzuarbeiten, solle sich jederzeit an die CDU wenden. Die aktuelle Zusammenarbeit von CDU, Grünen und FDP gemeinsam mit Bürgermeister Fischer sei harmonisch und lösungsorientiert, was eine stabile Grundlage für die weitere Entwicklung der Stadt Bremervörde bilde.