Verschiedene Aufnahmen in Damscheid und Oberwesel am Rhein im Mai 2013 - die Abbildung der aufgenommenen Personen ist nur bei jeweiliger sichergestellter schriftlicher Zustimmung und nur in Veröffentlichungen der CDU Deutschlands und deren Untergliederungen erlaubt. Der Fotograf ist frei von Ansprüchen, die aus einer fehlerhaften Veröffentlichung erfolgen können. Pflegeheim in Damscheid - Senioren und Kinder einer angrenzenden Kindertagesstätte bereiten ein gemeinsames Essen zu.

Neuregelung der Sterbehilfe

Der Deutsche Bundestag hat am heutigen Freitag ein Verbot der geschäftsmäßigen Sterbehilfe beschlossen. Für den gemeinsamen Antrag der Abgeordneten Michael Brand (CDU) und Kerstin Griese (SPD) votierte mit 360 Stimmen die Mehrheit der Abgeordneten.
„Mit der Verabschiedung des Brand/Griese-Gesetzesentwurfs schieben wir dem geschäftsmäßigen Umgang mit der Suizidbeihilfe einen Riegel vor. Zugleich können wir eine Kriminalisierung von Ärzten wirkungsvoll ausschließen. Dies wurde auch in dieser Woche von führenden deutschen Palliativmedizinern und der Bundesärztekammer noch einmal bestätigt, die sich allesamt für den nun angenommenen Gesetzesentwurf ausgesprochen haben“, so der Bundestagsabgeordnete Oliver Grundmann, der den Brand/Griese-Antrag schon von Anfang an als Unterzeichner unterstützt hat.


Der Gesetzesentwurf sieht vor, die geschäftsmäßige Suizidassistenz durch Ärzte, Einzelpersonen oder Organisationen unter Strafe zu stellen. Die Hilfe zur Selbsttötung soll nur in Einzelfällen bzw. durch Angehörige oder den Sterbewilligen erlaubt bleiben. Für den fraktionsübergreifenden Entwurf sprachen sich u.a. auch Bundeskanzlerin Angela Merkel, Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe und die Fraktionsvorsitzenden von CDU/CSU, SPD und Grünen aus.


„Wir haben uns die Entscheidung über dieses schwierige Thema nicht leicht gemacht. Die Gesetzesentwürfe wurden über Monate mit Medizinern, Ethikern, Kirchen, Juristen und Verbänden über alle Parteigrenzen hinweg diskutiert. Auch bei meinem gemeinsamen Gesprächsabend mit dem Evangelischen Arbeitskreis der CDU, dem Stader Superintendenten Dr. Thomas Kück und dem Palliativmediziner Dr. Godeke von Appen im Juli in Bremervörde zeigte sich, dass das Thema Sterbehilfe jeden Menschen in seinen ureigenen Überzeugungen, Ängsten und seinem Glauben berührt. Das Recht auf Selbstbestimmung am Ende des Lebens ist vielen Menschen wichtig. Wir dürfen niemanden bei dieser Entscheidung allein lassen. Zugleich liegt es in unserer Verantwortung, Wege für eine menschliche und würdevolle Sterbebegleitung aufzuzeigen. Dafür sind die gestern im Bundestag beschlossenen Verbesserungen der Hospiz- und Palliativversorgung ein wichtiger Schritt. Die moderne Palliativmedizin ist eine unersetzliche Säule bei der Versorgung Schwerstkranker und Sterbender. Deshalb werden wir die finanzielle Ausstattung der ambulanten und stationären Hospize verbessern und die spezialisierte ambulante Palliativversorgung ausbauen. Zudem wird ein entsprechendes Beratungsangebot in der gesetzlichen Krankenversicherung eingeführt“, so Grundmann. Er danke in diesem Zusammenhang dem Hospiz zwischen Elbe und Weser für die wertvolle Arbeit. Grundmann hat in der Vergangenheit auch bereits den Stader Hospizverein als Schirmherr unterstützt.


Bild: CDU Deutschlands/Dominik Butzmann