Zukunftsfähigkeit des Dow Standortes Stade sichern

Oliver Grundmann, MdB hat bei einem Treffen mit dem Dow Betriebsratsvorsitzenden Thomas Mellin in Berlin seine Unterstützung für den Standort bekräftigt.
„Das Dow Werk Stade ist mit mehr als 1.500 Mitarbeitern ein wichtiger Arbeitgeber und Wirtschaftsfaktor in der Region. Die Zukunftsfähigkeit des Werkes ist unabhängig von der Eigentümerschaft einzelner Anlagen weiterhin zu sichern“, so der CDU-Bundestagsabgeordnete. Bestehenden Sorgen der Mitarbeiter und ihrer Familien am Standort Stade solle mit einer transparenten Informationspolitik begegnet werden, fordert Thomas Mellin.


Grundmann sieht für den Chemiestandort Stade weiterhin gute Chancen. So könnten durch den Aufbau einer Windwasserstoff-Wirtschaft in der Region Unterelbe neue Innovationspotenziale erschlossen werden. „Hier müssen wir jetzt beherzt anpacken“, betont Grundmann. Ein wichtiger Faktor sei auch der Bau des geplanten kombinierten Gas-Kohle-Biomasse-Kraftwerkes, welches die Energieversorgung des Werkes langfristig sicherstellen könne. Grundmann und Mellin begrüßen die Einigung der parteiübergreifenden Akteure, der Dow bei der Umstellung auf asbestfreie Diaphragmen mehr Zeit einzuräumen. Dies sei ein wichtiges Signal für die Planungssicherheit am Standort.


Einig sind sich Grundmann und Mellin auch bei der Bedeutung des Infrastrukturausbaus für den Standort Stade. Der Bau der Küstenautobahn A20 mit der festen Elbquerung sowie der Weiterbau und die beiderseitige Öffnung der A26 seien maßgeblich für die Wirtschaft in der Region. „Die Autobahnplanungen müssen konsequent vorangetrieben werden“, so Thomas Mellin. „Ich kämpfe weiterhin dafür, dass die A20 bei der Verabschiedung des Bundesverkehrswegeplans in diesem Jahr in den vordringlichen Bedarf aufgenommen wird“, betont Oliver Grundmann.
Dow Chemical mit Hauptsitz in Midland im US-Bundesstaat Michigan ist nach der deutschen BASF der zweitgrößte Chemiekonzern der Welt. Deutschland ist nach den USA der zweitgrößte Absatzmarkt und Produktionsstandort; der Konzern ist hier mit 18 Niederlassungen vertreten. Im Dow Werk Stade werden auf einer Fläche von ca. 550 Hektar rund drei Millionen Tonnen Grund- und Spezialchemikalien für den Eigenbedarf und für internationale Kunden hergestellt. Im Gespräch ist derzeit ein möglicher Verkauf der Geschäftsbereiche Epoxid-Harz und chlorierte Lösungsmittel.

Bild, von links nach rechts: Dow Betriebsratsvorsitzender Thomas Mellin, Oliver Grundmann, MdB und Thomas Ehmke, Mitglied des Dow Betriebsrates.