A20 nimmt Hürden auf dem Weg zur Baureife

CDU in der Region begrüßt Planfeststellungsbeschluss zur A20-Elbquerung
Am 30. Dezember hat die rot-grüne Landesregierung in Schleswig-Holstein den Planfeststellungsbeschluss für die geplante neue Elbquerung im Rahmen der Küstenautobahn A20 getroffen. In einer gemeinsamen Stellungnahme begrüßen der Bundestagsabgeordnete Oliver Grundmann, der Landtagsabgeordnete Hans-Heinrich Ehlen und der stellvertretende CDU-Kreisvorsitzende Marco Prietz aus Bremervörde den Fortschritt des Projekts.

„Der nun vorliegende Planfeststellungsbeschluss der rot-grünen Landesregierung in Schleswig-Holstein zeigt, dass die A20 nach und nach die Hürden auf dem Weg zur Baureife nimmt“, erklärt der Bundestagsabgeordnete Grundmann. Erweise sich der Planfeststellungsbeschluss des Landes im Falle eines zu befürchtenden Gerichtsverfahrens für rechtmäßig, liege für eine Elbquerung grundsätzlich Baurecht vor, sodass die konkreten Ausschreibungen und Vergaben beginnen könnten. „Ich werde mich parallel dafür stark machen, dass die A20 auf ganzer Länge in den vordringlichen Bedarf des künftigen Bundesverkehrswegeplans aufgenommen wird“, so Grundmann. Er zeigte sich zuversichtlich, dass die von CDU und SPD getragene Bundesregierung sowohl für die Elbquerung als auch die weiteren Abschnitte der Autobahn eine Finanzierung gewährleisten werde.

„Der Bau der A20 ist dringend notwendig, damit Wirtschaft und Menschen in unserer Gegend nicht länger vom überregionalen Verkehr abgehängt werden“, betont der Landtagsabgeordnete und CDU-Kreisvorsitzende Hans-Heinrich Ehlen die Bedeutung des Projekts. Erreichbarkeit sei ein nicht zu unterschätzender Standortfaktor, sowohl bei der Wettbewerbsfähigkeit in Konkurrenz mit Betrieben in verkehrsgünstigeren Lagen als auch bei der Gewinnung von Fachkräften. „Die Unternehmen drängen nicht ohne Grund seit Jahrzehnten auf eine Einbindung in das internationale Autobahnnetz“, so Ehlen.

Auch der stellvertretende CDU-Kreisvorsitzende Marco Prietz aus Bremervörde freut sich über den aktuellen Fortschritt. Gleichzeitig bedauert er jedoch, dass sich Planung und Bau des A20-Abschnitts bei Bad Segeberg aufgrund von Problemen bei der Berücksichtigung des Lebensraumes von Fledermäusen bis 2016 verzögern und auch bei der Elbquerung offenbar Naturschutzverbände gerichtlich gegen den Planfeststellungsbeschluss vorgehen werden. „Das ist ihr gutes Recht, aber es stellt die Geduld vieler Betriebe und Menschen enorm auf die Probe“, so Prietz.

Für den Planungsabschnitt 6 zwischen Glinde und Elm werden seit Einleitung des Planfeststellungsverfahrens Ende 2012 von der Landesstraßenbaubehörde etwa 400 Einwendungen und 30 Stellungnahmen von Trägern öffentlicher Belange geprüft. Soweit bekannt ist hier in der ersten Jahreshälfte 2015 mit einem weiteren Erörterungstermin zu rechnen. „Ich hoffe, dass das Land Niedersachsen anschließend endlich für unseren Abschnitt den Planfeststellungsbeschluss trifft“, so Prietz. Es bleibe zu wünschen, dass sich die lange Phase der Prüfung und Berücksichtigung der Einwendungen schließlich auch in der Rechtssicherheit der Entscheidungen bemerkbar mache, damit juristische Auseinandersetzungen möglichst auf ein Minimum reduziert werden könnten.
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