Gute Nachrichten für den Obstbau

„Bei der Sondergebietsverordnung in unseren Obstanbaugebieten ist alles auf Kurs. Das ist eine gute Nachricht für das Alte Land, Kehdingen und das Land Hadeln!“, zeigt sich der CDU-Bundestagsabgeordnete Oliver Grundmann nach dem Bericht der Bundesregierung zum Sachstand der „Sondergebietsverordnung Altes Land“ überzeugt. Die Sondergebietsverordnung war in dieser Woche Thema im Landwirtschaftsausschuss des Deutschen Bundestages.


„Der Obstanbau ist strukturprägend in unserer Region, deshalb muss zeitnah eine vernünftige und praktikable Lösung auf den Tisch“, betont der Parlamentarische Staatssekretär Enak Ferlemann, als Wahlkreisabgeordneter u.a. zuständig für Kehdingen und das Land Hadeln.
In den drei Obstanbaugebieten der Region wird die Anwendung von Pflanzenschutzmitteln derzeit durch eine spezielle Verordnung geregelt, die geringere Abstände zu Gewässern ermöglicht. Allerdings müssen die Landwirte dabei eine spezielle abdriftmindernde Technik verwenden und spezifische Mindestabstände zu ständig wasserführenden Gewässern einhalten. Baumreihen, die noch direkt an permanenten Gewässer standen, wie es traditionell üblich war, mussten gerodet werden. Darüber hinaus müssen sich die Landwirte jährlich fortbilden und unterliegen einer laufenden Kontrolle.


„Viele Obstbaubetriebe gehen bereits im Sinne der Verordnung mit individuellen Betriebskonzepten, innovativer Pflanzenschutztechnik und vorbildhafter Gestaltung von betrieblichen Gewässern mit gutem Beispiel voran. Durch die historisch gewachsenen Beetstrukturen mit ihrer hohen Gewässerdichte ist es den Obstbauern jedoch unmöglich, die speziell für das Alte Land praxisfernen EU-Vorgaben des notwendigen Pflanzenschutzes einzuhalten. Da die bisherige Sonderregelung zum 28. Februar 2015 ausläuft, muss jetzt der gordische Knoten durchschlagen werden – wir brauchen zwingend eine Anschlussregelung“, so Oliver Grundmann.


Nach einem Besuch des Agrarausschusses des deutschen Bundestages unter Leitung der Vorsitzenden, Gitta Connemann, haben sich Ferlemann und Grundmann in den vergangenen Monaten intensiv für eine neue Regelung eingesetzt, die den Obstbauern langfristige Zukunftsperspektiven eröffnet und Rechtssicherheit gibt. Das Bundeslandwirtschaftsministerium will in Kürze einen überarbeiteten Verordnungsentwurf vorlegen. „Da haben wir Druck gemacht und sehen uns auf gutem Wege, aber noch ist nicht alles in trockenen Tüchern“, so Grundmann. Es seien noch letzte Absprachen mit dem Bundesumweltministerium erforderlich. „Als Mitglied des Umweltausschusses werde ich hier für unsere Obstbauern kämpfen!“
Enak Ferlemann und Oliver Grundmann sind sich einig: „Wir stehen fest an der Seite unserer Obstbauern!“