Meine Heimat. Meine Geschichte.

Heimat und Identität – das sind für mich zwei Dinge, die zusammengehören. Meine Heimat ist Stade. Hier bin ich geboren und hier lebe ich heute mit meiner Frau und meinen drei Söhnen.

Mein Vater verließ 1945 Pommern unter dramatischen Umständen. Nach zweimonatiger Flucht erreichte er im Alter von vier Jahren mit seiner Mutter und den vier Geschwistern die rettende Hansestadt. So wurde die Geschichte der Familie Grundmann eine Stader Geschichte.

Hier wuchs ich zusammen mit meinem Bruder und den Eltern auf. Mein Vater war Klempner, meine Mutter Kinderkrankenschwester und ich machte nach dem Realschulabschluss eine Ausbildung zum Chemielaboranten.

Meine ersten richtigen Schritte in der Politik fielen in die Zeit des Mauerfalls. Zusammen mit Freunden habe ich mich 1990 im Volkskammerwahlkampf in der Wendezeit der DDR engagiert. Noch heute erinnere ich mich an diese spannende Zeit der Aufbruchsstimmung und Phase großer politischer Fragen.

All das hat mein Leben verändert und ich entschied mich, mein Abitur nachzuholen, um danach Jura zu studieren. Meine Eltern fremdelten mit diesem Wunsch. Es wäre die erste akademische Ausbildung in unserer Familie gewesen und für die Finanzierung hätten sie kaum einstehen können. So ließ ich mich für zwei Jahre bei der Bundeswehr verpflichten, um den Sold für mein Studium zurückzulegen. Dieses nahm ich schließlich 1995 an der Uni Hamburg auf. Während meiner Studienzeit wurde ich durch ein Stipendium der Konrad-Adenauer-Stiftung gefördert.

Nach dem ersten Staatsexamen ging es zurück nach Stade, wo ich bei einer mittelständischen Unternehmensgruppe mit den Schwerpunkten Umwelt und Logistik als Assistent der Geschäftsführung einstieg. Nach dem zweiten Staatsexamen wurde ich dort Justiziar und später Mitglied der Geschäftsführung. Eines der Tochterunternehmen habe ich als Geschäftsführer von Grund auf aufgebaut, mit dem Ziel, Arbeitsplätze zu schaffen und ein Recyclingverfahren für den High-Tech-Werkstoff CFK umzusetzen. Stolz bin ich in diesem Zusammenhang über die Auszeichnung mit dem Deutschen Rohstoffeffizienzpreis des Jahres 2011.

Neben der beruflichen Laufbahn habe ich mich früh für Politik begeistert. Mit 16 wurde ich Mitglied der Jungen Union und der CDU. Hier wurde nicht nur geredet, sondern angepackt – da wollte ich mich gerne einbringen.

Fast zehn Jahre war ich Vorsitzender der JU im Elbe-Weser-Raum. Seit 1996 bin ich Ratsherr im Stadtrat der Hansestadt Stade und seit 2001 gestalte ich Politik im Stader Kreistag.

Etwas zurückzugeben, meine Heimat auch in Berlin erfolgreich zu vertreten und mitzuhelfen, unsere Region weiter voranzubringen, das ist meine Motivation.

Mein Erststimmenergebnis von 47,6 Prozent habe ich als Vertrauensvertrag mit in den Bundestag genommen. Für die Menschen meiner Heimat und der Region, für die Wähler in meinem Wahlkreis Stade I – Rotenburg II will ich dafür kämpfen, dass wir unseren Kindern und ihren Kindern ein Land hinterlassen, das ihnen eine gute Zukunft bietet. Ein Land, in dem die Finanzen geordnet sind, der Motor der Wirtschaft läuft, eine gesunde Umwelt besteht und in dem wir in Frieden und Freiheit leben können.