Ein Blick über mein Austauschjahr

Ich habe dieses Jahr mit keinen Erwartungen angefangen. Ich bin hierhergekommen als amerikanischer Schüler, der etwas mehr als in die Schule gehen, etwas lernen und wieder nach Hause gehen machen wollte. Ich wollte nicht die Durchschnittsperson sein.

Meine Erfahrungen in Deutschland sind zu umfangreich, als dass sie auf diese Seite passen würden, deshalb sage ich einfach, was ich gelernt habe:

  • Ich habe gelernt, total unabhängig zu sein. Ich habe gelernt, dass ich nicht immer irgendjemanden zur Unterstützung und Hilfe hinter mir brauche. Ich habe gelernt, Probleme selbst zu lösen.
  • Ich habe gelernt, wie man andere Kulturen richtig verstehen kann. Bevor ich nach Deutschland gekommen bin, kannte ich die USA und wusste, dass andere Kulturen anders sind. Als ich dann nach Deutschland kam und hier ganz eintauchte, habe ich die Tiefe der deutschen Kultur erfahren und hatte eine wunderschöne Zeit.
  • Ich habe eine zweite Sprache gelernt.
  • Ich habe gelernt, mir selbst zu vertrauen und selbstbewusster zu sein.
  • Ich habe mein zweites Zuhause gefunden.

An der deutschen Schule habe ich bemerkt, dass es in der Klasse ein größeres Einheitsgefühl gibt. An amerikanischen High Schools gibt es nicht wirklich feste Klassen. Wir haben keine festen Klassen, die für alle Schulstunden zusammen bleiben. Für jeden Schüler gibt es unterschiedliche Unterrichtspläne und gemeinsamen Unterricht mit Schülern aus der 9., 10., 11. oder 12. Klasse.

Insgesamt finde ich das deutsche Schulsystem besser. Ich finde es gut, dass ich immer meine Klasse fragen kann, wenn es etwas gibt das ich nicht ganz verstehe oder womit ich Probleme habe.

Es gibt bestimmt viele Unterschiede zwischen Deutschland und den USA. Hier sind ein paar, die ich bemerkt habe:

  • Deutsche werfen weniger weg als Amerikaner (z. B. müssen Teller bereits leer sein, bevor sie in die Geschirrspülmaschine kommen).
  • Öffentliche Verkehrsmittel gibt es in Deutschland überall, jeder kann sie benutzen, in den USA gibt es sie eigentlich fast gar nicht.
  • Amerikaner sind viel freundlicher, aber auch weniger persönlich. Ein Amerikaner nennt 50 Leute, die er flüchtig kennt und mit denen er wenig spricht, seine „Freunde“, ein Deutscher hat viel eher vier oder fünf Freunde, mit denen er aber dann sehr eng befreundet ist.